Verschärfte Einreisebedingungen für Visa

Geld bei der Einreise am Suvarnabhumi Flughafen Bangkok

In den letzten Wochen war die Aufregung groß in den Sozialen Medien für Thailand-Fans. Plötzlich wurde bei der Einreise ins Land des Lächelns kontrolliert, ob man und frau einen ausreichend großen Geldbetrag in bar mit sich führten.

Dabei schien es keinen Unterschied zu machen, ob jung oder alt; Backpacker oder Pauschaltourist (wahrscheinlich, weil ein thailändischer Immigration-Beamter letztere nicht zu unterscheiden vermag). Stichprobenartig mussten Reisende 20.000,- Baht in bar vorzeigen. So hieß es bei Facebook und Co.

Das erzeugte große Unsicherheit bei der Thailandreise-Gemeinschaft. Und die Antworten sorgten nicht immer für Klarheit, sondern manchmal auch für mehr Verwirrung. Besonders eine Frage, die immer wieder auftauchte, und die häufig widersprüchlich beantwortet wurde, beschäftigte mich sehr: Muss man das Geld tatsächlich in Thai-Baht einführen? Und wo bekommt man so viel Thai-Bares her? Um wie viel schlechter ist der Umtauschkurs auf einer deutschen Bank? Und was passiert, wenn man das Geld – immerhin grob 500,- Euro – nicht in thailändischer Währung dabeihat und danach gefragt wird?

Zwei wichtige Informationen ließen mich dann wieder ruhiger werden.

Erstens gibt es am Flughafen Bangkok – um genau zu sein am Suvarnabhumi, wo ich meist Einreise – eine Wechselstube VOR der Immigration. Bevor es eine leichte Rampe hoch geht zu all den fleißigen Beamten an ihren Schaltern ist eine kleine Kabine mit Personal, wo man seine Euro oder Schwiezer Fränkli oder was auch immer in gute Thai-Bath wechseln kann.

Zweitens gibt es mittlerweile auf der Seite der thailändischen Botschaft in Berlin eine klare Aussage dazu:

„Reisende, die ohne Visum nach Thailand einreisen, müssen umgerechnet mind. 10.000 Baht und zusammen als Familie mind. 20.000 Baht bei der Einreise mitführen. 
Inhaber eines Touristenvisums und eines Non Immigrant Visums müssen umgerechnet mind. 20.000 Baht und zusammen als Familie mind. 40.000 Baht mitführen.
Der Mindestbetrag kann in jeder beliebigen Währung vorgewiesen werden. Diese Regelung gilt seit dem 9. Juni 2000.“

WOW!!! Seit dem Jahrtausendwechsel gültig? Das ist schon eine Weile her! Aber offensichtlich selten angewandt worden.

So, und jetzt kommt der unangenehme Teil. Denn diese Aussage bei der Thai Embassy heißt noch lange nicht, dass dies bei der Einreise wirklich so durchgeführt wird. Genau wie die Tatsache, dass eine offizielle Regelung 17 Jahre lang so gut wie nicht angewendet wurde, kann es sein, dass diese Regelung bei der Immigration (der Einwanderungsbehörde) anders gehandhabt wird oder sogar in Thai anders lautet. Interessant in dem Zusammenhang ist auch, dass manche deutschsprachige Medien in Thailand melden, dass die oben genannte Regelung nur für eine Einreise mit Visum gilt und nicht für eine Einreise mit Aufenthaltsgenehmigung (30-Tage-Stempel).

Daher am besten die gefragten Bargeldbeträge mitnehmen. Und falls wirklich Baht gefordert werden in der Wechselstube vor der Immigration wechseln. Vorteil: mit Bargeld erhält man in Wechselstuben wie z.B. „Superrich“ bessere Kurse als auf der Bank und erst Recht am Geldautomat (ATM).

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6 thoughts on “Verschärfte Einreisebedingungen für Visa

  1. Typisch Thai eben wieder…die rechte weiss nicht was die linke will…
    Ich kam am Donnerstag,24.8. und da war es wie immer…keiner wollte etwas,und ich werde auch in Zukunft nicht 500€ wechseln lassen zu einem unverschaemt schlechten Kurs bei welchem ich dann auch noch ne Woche vorher die Baht erst bei der Bank bestellen muss!
    Das wissen doch 95% der Touristen gar nicht…wollen sie die dann alle zurueckschicken?
    Oder von jedem ne Strafe kassieren? Super Werbung fuer das „Land des Laechelns“
    oder besser Land des ( Aus-) Lachens….

    1. Zum Glück habe ich Eure Probleme nicht!
      Welcher Mensch, der einen Mehrwöchigen Urlaub verbringen will, hat nicht mindestens 10-15.000€ dabei? Das wäre doch kein Urlsub!

    2. Es ist doch mehr wie logisch, dass man man auch dafür Sorge tragen muss, seinen Aufenthalt zu finanzieren. Ich denke, dass im asiatischen Raum „Ämter“ dafür nicht zur Verfügung stehen.

  2. Hallo,

    wenn ich alles richtig verstehe, geht es nur darum das Geld in THB mit ins Land zu bringen.
    Ich fliege seit Anfang der 90er Jahre regelmäßig nach Thailand. Es wurde noch nie nach Geld gefragt.

    Aber wenn das wirklich so sein sollte, dass die Thais 20000 THB in bar sehen wollen, OK, dann wird vorher abgehoben oder wir lassen uns das Geld vorher von Bekannten mitbringen.

    10000 Eur in bar bringt normalerweise kein Tourist mit nach Thailand, vielleicht ist Wolfgang da einen Ausnahme. Mir wäre das viel zu unsicher. Wofür gibt es Kreditkarten?

    Schöne Grüße

    Volker

    1. Hallo Volker,

      ich glaube, du hast etwas übersehen im Artikel: „Der Mindestbetrag kann in jeder beliebigen Währung vorgewiesen werden.“
      Meines Erachtens geht es ausschließlich darum, Leute den Zutritt ins Land zu verweigern, die sich dann kaum über Wasser halten können. hast du schon von „Begpacking“ gehört? Sich mit Betteln die Reise zu finanzieren. Und das in Thailand! Passt einfach nicht.

      Viele Grüße nach D
      Stefan

  3. Hallo Stefan,

    da habe ich den Text in der Tat nicht richtig gelesen. Ich hatte wohl noch die vielen Gerüchte im Kopf, die besagen, dass das Geld in THB mit ins Land gebracht werden müssen.

    Asche auf mein Haupt,
    viele Grüße nach Mae Sai
    Volker

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