Wer heute nach Thailand fliegt, hat fast immer eine Powerbank im Gepäck. Praktisch für unterwegs, für Airlines aber ein Sicherheitsthema, das seit 2026 deutlich strenger geregelt wird. Was du aktuell wissen solltest, wenn du mit Powerbank fliegst, findest du hier zusammengefasst.
- Grundregel: Powerbank nur ins Handgepäck
- Wattstunden statt Milliamperestunden: die Grenzwerte
- Warum die Regeln nun so viel strenger sind
- Aktuelle Regeln bei Airlines und in Thailand
- Was das für die Nutzung an Bord bedeutet
- Tipps für die Sicherheitskontrolle
- Meine Erfahrung von meinen letzten Flügen im Juli 2026
- Kurz zusammengefasst
Grundregel: Powerbank nur ins Handgepäck
Powerbanks enthalten Lithiumionenakkus und gelten offiziell als Gefahrgut der IATA Klasse 9 (IATA International Air Transport Association). Deshalb gilt weltweit eine klare Regel: Powerbanks gehören ausschließlich ins Handgepäck und dürfen niemals im Koffer aufgegeben werden. Im Frachtraum kann im Ernstfall niemand schnell genug reagieren, wenn ein Akku überhitzt oder Feuer fängt.
TIPP Falls dein Handgepäck am Gate doch noch in den Frachtraum muss, weil die Fächer voll sind, nimm die Powerbank vorher unbedingt heraus und behalte sie bei dir.
Wattstunden statt Milliamperestunden: die Grenzwerte
Für die Mitnahme zählt nicht die Angabe in mAh, sondern die Kapazität in Wattstunden (Wh). Umrechnung: Wh ergibt sich aus mAh multipliziert mit der Spannung, meist 3,7 Volt, geteilt durch 1000. Eine Powerbank mit 20000 mAh kommt so auf etwa 74 Wh.
Formel: Spannung (V) × Kapazität (mAh) / 1000 = Wh.
Grundsätzlich gilt:
| Batteriegröße | Handgepäck | Aufgabegepäck | Genehmigung erforderlich? |
|---|---|---|---|
| Unter 100 Wh | ✓ Erlaubt | ✗ Nicht erlaubt | Nein |
| 100–160 Wh | ✓ Normalerweise erlaubt | ✗ Nicht erlaubt | Genehmigung der Fluggesellschaft erforderlich |
| Über 160 Wh | ✗ Verboten | ✗ Verboten | Grundsätzlich nciht erlaubt |
Zusätzlich gilt bei Flügen in oder nach Thailand mittlerweile ein Limit von maximal zwei Powerbanks pro Person, unabhängig von der Kapazität. Ist keine Kapazitätsangabe mehr lesbar, kann dir die Powerbank an der Kontrolle abgenommen werden, selbst wenn sie eigentlich regelkonform wäre.
Warum die Regeln nun so viel strenger sind
Auslöser für die aktuelle Verschärfung war ein Vorfall im schon 2025: An Bord einer Maschine der südkoreanischen Air Busan geriet kurz vor dem Start vermutlich eine Powerbank aus dem Gepäckfach in Brand. Danach folgten weitere Fälle, unter anderem bei Thai AirAsia sowie im Juli bei Bangkok Airways, wo eine überhitzte Powerbank zu einer Umleitung nach Bangkok führte. Als Reaktion hat die CAAT (Civil Aviation Authority Thailand) im Mai 2026 sich dem mittlerweile weltweiten Standard angepasst, der die Mitnahme auf zwei Geräte begrenzt und das Laden während des Flugs untersagt.
Aktuelle Regeln bei Airlines und in Thailand
Die Lufthansa Gruppe, also Lufthansa, Swiss, Austrian, Brussels Airlines, Eurowings, Discover und Air Dolomiti, hatte ihre Regeln bereits am 15. Januar 2026 verschärft: Powerbanks bis 100 Wh dürfen weiterhin mit an Bord, aber nicht mehr genutzt oder geladen werden, weder am eigenen Gerät noch über die Bordsteckdose. Ausnahme sind zugelassene medizinische Geräte.
Auch in Thailand hat sich einiges geändert. Thai Airways hat die Nutzung von Powerbanks an Bord bereits seit dem 27. März 2026 komplett verboten, die Mitnahme im Handgepäck bleibt erlaubt, begrenzt auf zwei Geräte pro Person. Am 4. Juni 2026 hat die thailändische Luftfahrtbehörde CAAT mit einer eigenen Verordnung nachgezogen und die Regeln für alle Flüge von und nach Thailand verbindlich festgeschrieben, angelehnt an die ICAO Vorgaben: Powerbanks nur im Handgepäck, maximal 100 Wh beziehungsweise 20000 mAh ohne Genehmigung, keine Nutzung während des Flugs und keine Lagerung im Gepäckfach über dem Sitz. Ähnliche Verschärfungen gibt es unter anderem bei Korean Air, Asiana, EVA Air, China Airlines, Singapore Airlines und in Japan.
Hier die Infografik der CAAT übersetzt mit GoogleTranslator:

Was das für die Nutzung an Bord bedeutet
Der wohl größte Unterschied zu früher: Bei vielen Airlines darfst du deine Powerbank zwar noch mitnehmen, aber während des Flugs weder dein Handy oder Tablet damit laden noch die Powerbank selbst über die Bordsteckdose aufladen. Der sicherste Platz während des Flugs ist griffbereit bei dir, etwa in der Sitztasche oder in einer kleinen Tasche unter dem Vordersitz, nicht im Gepäckfach über dem Sitz.
Ich hatte das selbst erlebt auf meinen letzten Flügen mit Qatar und Thai Airways. Es wurde streng darauf geachtet und Mitreisende auf das Verbot hingewiesen als sie die Powerbank im Flugzeug nutzten.
Tipps für die Sicherheitskontrolle
- Packe die Powerbank griffbereit, am besten in einem eigenen Fach deiner Tasche
- Achte darauf, dass die Kapazitätsangabe auf dem Gehäuse gut lesbar ist
- Nimm maximal zwei Powerbanks mit und lass den Rest zuhause
- Schütze die Kontakte, zum Beispiel mit der Originalverpackung oder etwas Klebeband
- Frag im Zweifel vorab direkt bei deiner Fluggesellschaft nach, die Details unterscheiden sich je nach Airline und Strecke
Meine Erfahrung von meinen letzten Flügen im Juli 2026
Bei meinen Flügen im Juli 2026 bemerkte ich, dass das Thema inzwischen wirklich ernst genommen wird. Sowohl am Flughafen als auch beim Boarding wurde ich explizit auf die Powerbank Regeln hingewiesen, teils per Durchsage, teils direkt am Gate. Mein Eindruck: Was vor wenigen Monaten noch eher eine Randnotiz auf der Airline Website war, wird jetzt konsequent durchgesetzt. Wer sich vorher nicht informiert, riskiert Diskussionen am Gate oder im schlimmsten Fall, dass die Powerbank abgenommen wird.
Kurz zusammengefasst
- Powerbank nur ins Handgepäck, nie ins Aufgabegepäck
- Bis 100 Wh ohne Genehmigung, 100 bis 160 Wh nur mit Genehmigung, über 160 Wh verboten
- Maximal zwei Geräte pro Person sind mittlerweile bei den meisten Airlines Standard
- Nutzung und Laden an Bord sind bei vielen Fluggesellschaften komplett untersagt
- Kapazitätsangabe muss lesbar sein, sonst droht die Abnahme am Gate
Hinweis: Die Regeln ändern sich weiterhin regelmäßig und unterscheiden sich je nach Airline und Land. Prüfe vor jedem Flug die aktuellen Vorgaben deiner Fluggesellschaft.
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