Elefanten in Thailand – in einem Buch hautnah miterleben

Im Moment lese ich „Ein Leben für die Elefanten“ – die Geschichte von Bodo Förster, der sein Leben den Dickhäutern verschrieben hat, beschrieben von Bernd Linnhoff.

Wenn man in Thailand lebt oder unterwegs ist, drängt sich das Thema ja echt auf. Thailands Wappentier prangt nicht nur auf Chang-Flaschen, sondern auch auf Bäuchen von Farang, die Shirts tragen mit dem Logo. Auch in der Lebendversion läuft einem immer mal wieder einer über den Weg. Sei es in Ayuttaya oder in kleinen Elefanten-Camps an Straßen im Süden wie im Norden Thailands, sie sind einfach auffallend. Groß. Aber mit kleinen Ohren.

Wenn man dann noch bei Facebook und Co. unterwegs ist, findet man eine teilweise hitzige Diskussion über das, was artgerecht sein soll oder eben nicht. Da kann doch ein bisschen Hintergrundinformation nicht schaden, dachte ich mir. Also lese ich das Buch über Bodo Förster und Special Elephant Tours, wo ich auch dessen Sohn Roger kennengelernt habe.

Ich bin begeistert. Ich fiebere mit. Ich leide mit. Ich bin geschockt. Bernd Linnhoff schafft es, mich mit seinem dichten, schnörkellosen Stil mitzunehmen ins Berlin um die Wende, in thailändische Dörfer und in den Regen auf den Trecks. Bei jedem Rückschlag ziehe ich den Kopf ein. Was für ein Commitment (grob übersetzt mit „Selbstverpflichtung“), was für eine Aufgabe.

Mein Respekt gilt auch Bernds Leistung die vielen Anekdoten in eine stringente Geschichte zu packen.

Ankommen im Elefanten Camp Thailand

Bei manchen Kapiteln geht mir das Herz auf: Zu einer Art Ankommen bei den Tieren setzen sich die Aspiranten für den Elefantenführerschein von Elephant Special Tours auf den Boden zu den Elefanten.

„Wenn die Frauen, Männer, Kinder unter den Riesen sitzen, atmen sie erst einmal durch. … Es ist wohl eine unserer Ur-Sehnsüchte, voller Vertrauen und in Harmonie mit der Natur zu leben. Unter den Bäuchen, Köpfen und Rüsseln entspannter Elefanten bekommen wir eine Ahnung davon, wie sich diese Utopie anfühlt.“

Bei anderen Kapiteln stehen mir die Haare zu Berge. Die essen tatsächlich die Nachgeburt einer Elefantenkuh, der Mutter des neugeborenen Sinan. Baah! Hätte ich mich das getraut?

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die etwas über Elefanten in Thailand erfahren wollen. Begleitend dazu gibt es Hintergrundgeschichten und Fotos auf der Webseite Ein Leben für die Elefanten. (Herzlichen Dank für das Titelbild)

Noch mehr Vorschläge für Leseratten: Thailand-Bücher vorgestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.