Meine Erfahrungen mit dem Rad in Thailand

Für Alle, die mit dem Fahrrad nach Thailand kommen wollen, hier ein paar meiner Erfahrungen.

Günstigen Flug buchen mit Radmitnahme:

Aussichtspunkt an der Straße zum Doi Thung
Aussichtspunkt an der Straße zum Doi Thung

Wichtig ist, dass die Fluggesellschaft ein Fahrrad als normales Gepäckstück oder als Sportgepäck ohne Aufzahlung akzeptiert. Das funktioniert am ehesten bei den Airlines, die 30kg Gepäck im Flugpreis anbieten. Oman Air war super. Nach der Buchung auf einem Internetportal* reichte ein Anruf bei Oman Air und schon hatte ich mein Bike angemeldet – inclusive. einer Erhöhung des max. Gewichts auf 35 kg.
Die Vietnamesische Airline war nicht ganz so komfortabel, aber auch kein Problem mit dem Fahrrad. Bei Turkish Air (mit denen ich mittlerweile nicht mehr fliegen möchte) habe ich mein Rennrad in einem Karton mitgenommen. Auch Etihad akzeptiert die Radmitnahme. No Problem!

Ich verpacke mein Tourenrad nicht in einem Koffer oder Karton, sondern baue das Schaltauge aus und drehe die Pedale nach innen. Danach schütze ich alle beweglichen Teile mit Polsterfolie. So können die Mitarbeiter an den Flughäfen gleich sehen, dass es ein Fahrrad ist, können es leichter tragen und sogar schieben. Davon verspreche ich mir, dass mein Rad unterwegs gut behandelt wird. Beide male hat es gut funktioniert. Ich lasse übrigens nach Möglichkeit nicht die Luft ab. Der Druck der im Reifen durch den Unterdruck im Frachtraum des Flugzeugs entsteht, ist um einiges geringer als der Druck, den Reifen  und Schlauch beim Fahren mit schwerem Gepäck aushalten müssen.

Fahrräder sind übrigens „oversize luggage“, d.h. es gibt im Suvarnabhumi Flughafen Bangkok einen speziellen Schalter, wo sie abgeholt werden müssen. Einfach nach den großen Schildern schauen oder das freundliche Personal fragen. Im Don Muang Airport wurde mir das Rad ans Gepäckband gebracht.

Mit dem Rad im Flughafen Bangkok:

Wer sein Bike für ein paar Stunden oder Tage im Flughafen unterstellen will, kann das im 3. Stock bei „Left luggage“ machen. Für 100 THB pro Gepäckstück sicher und praktisch.

In den Airportlink (Zugverbindung in die Innenstadt) wurde ich nicht gelassen, aber mein Rad passte nach Ausbau des Vorderrads auf den Rücksitz eines Taxis. Ich habe allerdings ein 26er. Bei einem 28er müsste man noch das Hinterrad ausbauen. Kosten ca. 400 THB inclusive Highway Toll bis Kaosan oder Thewet. Es gibt auch größere Taxis, mit denen es kein Problem ist.

Zugfahren in Thailand mit dem Rad:

Ich war auf verschiedenen Routen in allen 4 Zugkategorien mit dem Rad unterwegs. Bisher waren immer 90 Baht fürs Rad fällig. Im Ordinary, der untersten Kategorie wurde das Rad durchs Fenster in ein Waggon gehoben, in allen anderen gab es einen speziellen Cargo-Waggon. Nur beim Special Express wird kein Rad mitgenommen, weil dieser Zug mit 2 Waggons einfach keinen Platz dafür hat. Fahrrad vorher anmelden ist wichtig. Einfach bei der Info oder am Schalter fragen.

Das Rad als Gepäckstück im Bus:

Meine Erfahrung in Nordthailand: Von Chiang Mai nach Mae Sai fährt GreenBus mehrmals am Tag. Das Fahrrad im Gepäckraum mitzunehmen ist kein Problem. Bei viel Gepäck  muss es „verkleinert“ werden, also Räder raus. Kosten 100,- THB.
Im Bummelbus, der z.B. zwischen Mae Sai und Chiang Rai pendelt und auf Handzeichen hin anhält, wird alles Mögliche mitgenommen. Auch mein Fahrrad mit Packtaschen. Dafür zieht auch schon mal jemand seine Beine ein und zeigt Verständnis.
Im Songthaew (einem Pick-up, bei dem die Ladefläche zum Kleinbus umgebaut wurde), dem üblichen Verkehrsmittel auf Kurzstrecken, musste ich etwas für die Mitnahme des Rades zahlen.

Flug in Thailand mit dem Rad:

Genial! Es gibt nun 2 Airlines, bei denen die kostenlose Mitnahme möglich ist. Besonders hilfreich: beide Flughäfen in Bangkok sind nun abgedeckt. NokAir fliegt von Don Muang, Bangkok Airways von Suvarnabhumi. So kann man sich aussuchen, von welchem Flughafen in Bangkok aus man weiterfliegt mit dem Rad im Gepäck. Das ist praktisch, wenn man z.B. aus Deutschland kommt und ohne Transfer zwischen den Flughäfen weiter will. Die Popularität des Fahrradfahrens in Thailand macht’s möglich.

Radfahren in Bangkok:

Für erfahrene Biker, die den Thai-Fahrstil kennen, machbar. Gasmaske nicht vergessen ;-)

Darüber hinaus gibt es Touranbieter, die es Interessenten ermöglichen, Bangkok mit dem Rad zu entdecken ohne auf den großen Straßen im Stau zu stecken. Z.B. Co van Kessel bietet super Service und gute Räder. Ab 950 THB. Auch VeloThailand bietet in seiner Filiale in der Nähe der Khaosan Road Stadttouren an.

Der Skylane am Flughafen bietet eine super geniale Trainingstrecke. 25 km lang und nur für Radfahrer. Mit genialer Infrastruktur.
Fahrradfahrer in Bangkok trainieren hauptsächlich in den beiden Parks Lumphini und Benjagitti, die mit einem Fahrradweg verbunden sind. Auch am Sanam Luang und auf dem nachts abgesperrten Straßeabschnitt beim Parlament sieht man Radfahrer die kurzen Runden drehen.

Bike Shirt-s (5)Fahrradfahren in Thailand:

Ansonsten sind meine Erfahrungen mit Radfahren in Thailand sehr gut. Ich erlebe die Thais außerhalb der Großstädte als defensive Fahrer und meist gibt es eine „Schleichspur“ für Mopeds und Fahrräder. Allerdings fahre ich ungern im Dunkeln. Einerseits wegen der Hunde, andererseits wegen der vielen betrunkenen Moped- und Autofahrer.

Im letzten Jahr gab es in den thailändischen Medien einige Berichte über Unfälle, bei denen Fahrradfahrer starben. Vor allem der Tod des südamerikanischen Radlers war tragisch. Er hatte sein Ziel die Welt zu umrunden fast geschafft.

Einen Artikel zu Packlisten für eine Tour in Thailand habe ich hier geschrieben.

Fahrrad mieten in Thailand:

In touristischen Gebieten kann man Glück haben und gute Bikes mieten. So z.B. in Ao Nang bei Krabi. Manchmal gibt es auch günstige Alternativen. So hatte sich ein neues Hostel in Krabi 10 neue Fahrräder zugelegt. Für 150 THB waren die im ersten Jahr richtig gut. Leider wurden sie nicht wirklich gut gewartet, so dass sich die Auswahl der funktionstüchtigen Räder immer mehr verringerte. Und die hohe Luftfeuchtigkeit tat ihr übriges. 3 Jahre hintereinander hatte ich diese Räder gemietet. FatFreeBike vermietet in seinen 7 Läden in der Region Chiang Rai auch gute Fahrräder. In Chiang Mai ist Radfahren bei Touristen sowieso sehr beliebt und so sind Leihräder sehr leicht zu bekommen.

Bangkok: Im Great Residence Hotel* in der Nähe des Suvarnabhumi Flughafen sind gute Räder für 350,- Baht am Tag zu mieten. Ideal um z.B. den Skylane zu fahren. Oder bei VeloThailand für 150,- Baht (halber Tag) / 300,- Baht (ganzer Tag) für sehr gute Räder. Hier bei VeloThailand kann man auch ein Rennrad für eine Woche mieten für eine selbstorganisierte Tour. Ca. 3600,- THB.

Auf meiner Lieblingsinsel Koh Chang bei Ranong gibt es jetzt auch Fahrräder zu mieten bei „Big Boss Bungalows“. Das ist ideal, weil es auf der Insel kaum Autos gibt und keine Roller vermietet werden. Allerdings ist das Klima nicht gerade ideal für die Räder und es ist immer ein wenig unsicher, wie lange sie in einem guten Zustand sind.

Schöne Strecken für Tourenfahrer in Thailand:

In Thailand kann man durch eine geniale Infrastruktur wunderschöne mehrtägige Radtouren machen. Im Süden war die schönste für mich von Chumphon bis Prachuap Kirikhan. Aber auch radeln in der Gegend um Krabi ist  wunderschön. Phuket und Koh Samui finde ich gefährlich wegen der nervösen Fahrweise auf diesen Inseln. Koh Phangan ist nett, aber auch mit Vorsicht zu genießen.
In Nordthailand waren die 3 Tage von Chiang Mai über Chiang Dao und Thaton nach Mae Sai sehr reizvoll. Noch genialer war die 7-tägige Rundtour von Chiang Rai aus. Die Gegend, in der ich wohne – Mae Sai, der nördlichste Distrikt Thailands – ist auch wunderbar zum Fahren. Entweder gemütlich durch die Reisfelder oder die Herausforderungen der Berge suchen: Doi Thung oder Doi Mae Salong.

Wenn man mit dem Bike in Thailand unterwegs ist, reicht oftmals Englisch nicht mehr aus. Ich empfehle für Touren den Thai-Crashkurs, mit dem man leicht die wichtigsten Sätze und Begriffe für Reisende anwenden kann: Thai online lernen

Geführte Touren in Thailand:

Wer sich nicht selbst mit der Tourenplanung beschäftigen will, kann sich an professionelle Touranbieter wenden. Da gibt es von Halbtagestouren in Bangkok bis hin zu mehrwöchigen Touren Alles, was das Radlerherz begehrt. Meine Erfahrung beschränkt sich in diesem Bereich auf eine geniale geführte Rennradtour von Bangkok nach Phuket. Sich nicht um  Gepäck und Techik kümmern müssen, mit Gleichgesinnten im Peloton flott unterwegs sein und in guten Hotels übernachten waren die Highlights dieser Tour bei Siam Biketours. Die Mietrennräder sind modern und hervorragend gepflegt.

In manchen Reiseforen findet man Hinweise auf geführte Touren für „Normalradler“. Z.B. die „Bicycle Tours Koh Phangan“.

Nervende Herausforderung für Radfahrer – Hunde:

Ein Problem sind für die Hunde. Manchmal dösen Sie einfach in der Sonne – mitten auf der Straße – und lassen mich in Ruhe. Manchmal aber meint einer den Kampf mit einem Radfahrer aufnehmen zu oder es schießt einer aus einer Hofeinfahrt raus. Hunde in allen Größen und Rassen rennen dann bellend oder kläffend hinter mir her, mit der Schnauze schön auf Höhe meine Waden. Das jagt mir bisweilen Angst ein. Meist reicht ein laut ausgerufenes „Pai“ (geh weg) und mit dem Arm auf sie zu zeigen, aber zur Sicherheit habe ich eine laute Pfeife dabei (Tornado 2000*, wirklich laut). Nach einem lauten Pfiff höre ich zwar für ein paar Minuten keine hohen Töne mehr, die Hunde bleiben aber auch zurück.

Die beste Zeit zum Fahrradfahren in Thailand:

Als beste Jahreszeit zum Radfahren habe ich bisher November und Februar erlebt, aber auch Dezember und Januar sind gut geeignet, dann ist es hier im Norden allerdings morgens und abends recht kühl. Das ist der thailändische Winter (cold season), in der es sehr selten regnet.

Versorgung mit Elektrolyten:

Meist ist es heiß beim Radfahren in Thailand. Ich schwitze dabei viel und muss daher auch IMG_5743-blogauf ausreichende Aufnahme von Elektrolyten achten. Außer den üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie salzige Suppen essen und viel Bier trinken, nehme ich auch Isopulver oder Isodrinks mit auf Tour. Meist sind die mitgebrachten Bestände schnell aufgebraucht. Den Tipp eines Weltradlers habe ich mir zu Herzen genommen: Je schlechter der Isodrink schmeckt, um so besser wirkt er. Daher lasse ich Gatorade links liegen (ist eh zu teuer) und kaufe „Sponsor“, das es in fast jedem kleinen Laden gibt. Und ich kaufe mir Isopulver günstig in der Apotheke. mein Favourite ist „J-lyte“. Lässt sich leicht in 250 ml Wasser auflösen – das ist ein Glas – und der Geschmack ist erträglich.

Bei Radfahrveranstaltungen bzw. Bike Events in Thailand dabei sein:

Mittlerweile gibt es viele Bike Events für die vielen Fahrrad-Begeisterten in Thailand. Dabei gab es schon lange eine Sport-Szene mit vielen Rennen bis hin zur Tour of Thailand. Neu sind die Großveranstaltungen für Normalbürger wie z.B. die Mae Fah Luang Gedächtnis-Tour oder Bike for Dad, bei denen ich dabei war.

Viel Spaß Allen, die in Thailand mit dem Rad unterwegs sind.

Wie sind deine Erfahrungen mit Radfahren in Thailand?

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(* sind Kaufempfehlungen, für die ich eine kleine Provision als Unterstützung für den Blog bekomme. Du hast keinerlei Nachteile dadurch. Ich bekomme eine Belohnung für meine Recherche.)

30 thoughts on “Meine Erfahrungen mit dem Rad in Thailand

  1. Hallo Stefan,
    danke für die interessamnten Tips. Ich überlege mir oneway die Route Bangkok / Ko Lanta, ich war zwar schon öfter in Thailand and nie mit dem Rad und habe nicht auf die Windrichtung geachtet. Fährt es sich besser (Jan-März) von Nord nach Süd oder umgekehrt? Möchte ja nich wochenlang gegen den Wind fahren!
    Was meinst Du dazu?
    Dank und Gruss
    Walter Rosenberg

    1. Hallo Walter,

      da hast du eine schöne Tour vor dir. Wie viel Zeit hast du denn dafür eingeplant.
      Wind war bei meinen Touren nie ein Thema. Um Juni hatte ich mal starken Wind kurz vor einem Gewitter. Aber das war nur kurz.

      Heute bin ich hier in Mae Sai bei Wind gefahren. Das ist eher ungewöhnlich. Kalte Winde aus China.

      Viel Freude bei deiner Tour!
      Stefan

      1. Hallo Stefan,
        ich werde mir ca. 1 Monat Zeit nehmen. Da sollte man gemütlich fahren können. Monun Richtung ist vielleicht bei den ebenen Strecken am Meer entlang ein Thema, jedenfalls mehr als in den Bergen im Norden. Werde es ja sehen.
        Gruss
        Walter

  2. Hallo Stefan,
    danke für die vielen nützlichen Infos auf deiner Seite!

    Ich verbringe, wenn es sich einrichten lässt, einen Teil des Jahres mit meiner Familie in Nan, eine wunderbare kleine Stadt, auch ideal zum Radfahren, im Norden Thailands.
    Zum nächsten Aufenthalt möchte ich mein Fahrrad aus Deutschland mitbringen,
    hast du Erfahrung, ob der Zoll Einfuhrgebühren verlangen könnte oder muss man nachweisen,
    dass man das Rad wieder ausführt?

    Viele Grüsse aus Kiel,
    Mike

    1. Hallo Mike,

      schön, dass du meine Seite gefunden hast und auch so begeistert bist, dass du dein Rad mitbringen willst.
      Ich hatte jetzt schon oft das Rad dabei und mir wurde noch nie die Frage nach Einfuhrzoll gestellt. Auch das eine mal nicht, als ich das Rad in einer Pappbox dabei hatte, in denen Räder üblicherweise ausgeliefert werden. Sollte also kein Problem sein.

      Von Mae Cham nach Nan und von da auch weiter Richtung Süden soll meine nächste Tour im Januar gehen. Hab schon gehört, dass wenig los ist auf den Straßen und die Gegend sehr schön sein soll. Außerdem wird mir Nan immer wieder als kleines und sympathisches Städtchen beschrieben. Hast du einen Übernachtungstipp? Budget 400 bis 800 THB.

      Viele Grüße aus Mae Sai
      Stefan

      1. Hallo Stefan, danke für die Nachricht, dann werde ich mal probieren, meinen Flitzer ins Land zu bekommen, ohne zur Kasse gebeten zu werden. Hatte da ungute Erfahrungen mit hohen Zöllen gemacht, als ich ein Treetent aus Hong Kong bestellte :)
        Wenn ich im Januar da wäre, würde ich dich einladen bei uns zu übernachten und um Elektrolyte aufzufüllen.
        Direkt empfehlen kann ich gerade keine Unterkunft, in dem Budget gibt es jedoch viele, die auch ganz gut von aussen aussehen. Wenn möglich buche eins, welches am Nan River liegt.
        Viele Grüsse von der kühlen Ostsee, Mike

  3. Hallo Mike,
    wenn man im Flieger mit eigenem Gepäck/Rad kommt, welches weder zum dauernden Verbleib noch als Handelsware vorgesehen ist, wird man am Zoll in BKK keine Probleme haben. Stefan hat völlig recht. Bei aus dem Ausland bestellten Waren (Dein Beispiel Hongkong) mag es anders sein.
    Gruss
    Walter

    1. Genau, bei Bestellungen aus dem Ausland kann es schon mal vorkommen, dass die Ware im Zoll hängen bleibt. Das kann recht unangenehm werden.

      Bei selbst mitgebrachten Sportgeräten – und davon gehe ich bei Mike aus – sollte es kein Problem sein. Du hast dann nichts anzumelden und läufst durch die Zollkonntrolle. Das würde ich auch bei einem „dauerhaften Verbleib im Land“ so handhaben.

      Viele Grüße
      Stefan

      PS: Übrigens hatte ich natürlich Chiang Kham gemeint, von wo aus ich in Richtung Nan fahren will.

    1. Hallo Hans,

      geil, so eines hatte ich auch schon mal dabei. Allerdings bin ich in dem Jahr keine großen Touren gefahren.
      Wieviel Gänge hast du denn? Ich frag, weil davon natürlich abhängt, ob du durch die Berge fahren kannst.

      Viele Grüße

  4. Hallo Stefan,
    super Seite! hatte gleich gute Ideen, wie ich meinen nächsten Aufenthalt in Thailand gestaltet.
    Wollte mit dem Zug aus Bangkok Richtung Chiang Mai evtl. vorher raus und mit dem Rad nach Chiang Rai, leider transportiert Oman Air die Räder nicht mehr kostenfrei, ab den 1.4.2017 kommen neue Preise, die Frau im Callcenter meinte ca. 96 Euro einfach. Das ist mir Zuviel, jetzt suche ich mir was anderes, gibt es andere Möglichkeiten. Fahrrad leihen?? wollte Oneway und von Chiang Rai zurück fliegen.
    Gruß Oli

    1. Hallo Oli,

      vielen Dank für den Hinweis. Das werde ich bald einarbeiten.

      Zu deiner Frage nach Alternativen. Was mir spontan dazu einfällt, ist ein relativ gutes Rad zu mieten (z.B. bei Velothailand) und wenn du es nicht mehr brauchst nach Bangkok zu schicken. Z.B. mit dem Greenbus. Oder im Flugzeug mitnehmen (im Moment kostenlos bei NokAir und Bangkok Airways). Du könntest gefüllte Packtaschen mitbringen. Einen passenden Gepäckträger kaufst du in Bangkok oder bringst ihn mit. Hab neulich bei Velothailand mal nach einer Wochenmiete für ein Rennrad gefragt. Das waren 3600,- THB. In dem Rahmen dürfte sich das auch für ein MTB/Tourenrad bewegen.

      Du könntest übrigens in der letzten Station vor Chiang Mai aussteigen. Die liegt ziemlich hoch und so hättest du die erste Etappe vor allem bergab :-)

      Halt mich auf dem Laufenden. Bin gespannt auf deine Lösung.

      Viele Grüße aus Mae Sai
      Stefan

      PS: War grad 3 Tage auf Tour in den Bergen zwischen Chiang Mai und Chiang Rai. Superschön. Demnächst hier beschrieben.

      Was natürlich auch geht, ist ein Rad zu kaufen und wieder zu verkaufen. Dazu brauchst du aber wohl ein bisschen Zeit oder einen Freund vor Ort, der dir hilft. Ich hatte mal einen Holläönder getroffen, der das so gemacht hat.

  5. Hallo Stefan,
    habe Deine sehr informative Seite gefunden und mich möchte Dich als Insider um Hilfe bitten.
    Vorausschickend: ich war noch nie in Thailand, habe also GAR KEINE Ahnung.
    Ich werde im März an einer geführten Rad/Wander/Kajak Tour in der Gegend von Chiang Mai teilnehmen. Start und Ende ist aber in Bangkok.
    Gern würde ich im Anschluss noch eine Woche in Thailand bleiben, mir ein Rad ausleihen und auf eigene Faust losfahren. Da mein Rückflug auf jeden Fall von Bangkok geht könnte ich entweder im Norden bleiben und Ende dorthin fliegen. Oder ich fahre mit der Reisegruppe zurück nach Bangkok und starte von dort mit einem Leihfahrad.
    Ist das realistisch?
    Du hast die Süd-Tour über Prachuap Kirikhan erwähnt. Wäre das eventuell etwas für mich?
    Oder hast Du einen besseren Tipp für mich?
    Herzlichen Dank schon mal im Voraus.
    Frank

    1. Hallo Frank,

      wo werdet ihr denn mit dem Kayak unterwegs sein? Es ist jetzt schon sehr trocken.

      Willst du eher flach fahren oder bist du bergfest?

      Ich antworte dir morgen ausführlicher. Sitz grad mit Freunden zusammen.

      Viele Grüße aus Mae Sai
      Stefan

    2. Hallo Frank,

      wo werdet ihr denn mit dem Kayak unterwegs sein? Es ist jetzt schon sehr trocken.

      Willst du eher flach fahren oder bist du bergfest?

      Ich antworte dir morgen ausführlicher. Sitz grad mit Freunden zusammen.

      Viele Grüße aus Mae Sai
      Stefan

    3. Hallo Frank,

      wie versprochen, jetzt ein wenig ausführlicher.

      Es gibt im Norden sehr viel zu entdecken. Meist musst du aber mit vielen Bergen rechnen. Traumhafte Aussichten, schöne Berge, echtes Thaileben in den Dörfern, ethnische Minderheiten (Bergvölker) usw. sind die Belohnung.
      ABER: Im März ist im Norden Burning Season. D.h. die Felder werden abgefackelt (es gibt kein Konzept der Kompostierung) und Brandrodung betrieben. Wenn bei der Gelegenheit auch noch der Hausmüll mitverbrannt wird oder die alten Autoreifen, dann ist der dabe entstehende Smog nicht nur lästig, sondern auch ätzend.

      Daher würde sich die Tour in den Süden eher anbieten. Dort hast du schöne Strände am Weg und bessere Luft, weil du dich am Meer entlang bewegst. Allerdings dürfte es im März schon ziemlich heiß sein.
      Ab Hua Hin oder Cha Am Richtung Süden musst du manchmal am stark befahrenen Highway entlang fahren, kannst aber auch viel über kleine Straßen parallel dazu näher am Meer fahren. Ich habe mich vor allem mit den Karten von Google Maps und CityMaps2go orientiert. Es gibt aber auch besser auf Radfahrer zugeschnittene Apps.

      Du könntest in Bangkok ein Rad mieten z.B. bei Velothailand. Bis Chomphu kenne ich die Strecke. Und ich würde sie sicher noch mal fahren, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte.

      Viele Grüße aus Mae Sai
      Stefan

      1. Hallo Stefan, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich habe noch die Zusendung der Reiseinfos abgewartet, um Dir genau sagen zu können, was mich erwartet. :-)
        Der Trip geht so: von Bangkok fahren wir mit dem Nachtzug nach Chiang Mai. Dort starten wir für eine paar Tage zu Fuß in die Berge. Zuerst Karen Village in Bang Pong Noi (?), später weiter in den Dschungel zu irgendwelchen Dörfern.
        Zurück geht es dann über Bangkok nach Kanchanaburi. Dort werden wir Rad fahren und auf dem Fluß Kwai zwei Tage mit dem Kajak unterwegs sein.
        Danach geht es wieder nach Bangkok. Ich habe schon auf der Karte gesehen, dass in der Nähe meines Hotels dort ein Velothailand-Shop ist…
        Es wäre also gut, wenn ich von dort irgendwie starten könnte. Vielleicht mit der Bahn aus der Stadt raus und dann … ja, keine Ahnung. ;-D
        Ich habe dann noch ca. eine Woche, die gern im Satter verbringen würde.
        Noch mal vielen Dank für Deine Hilfe!
        Viele Grüße
        Frank

  6. Hallo Stefan,
    ich bin zurück von meinem Thailand-Abenteuer. Jetzt bin ich so voller Eindrucke und Erlebnisse, dass ich noch eien Weile brauchen werde, das alles zu verarbeiten.
    Kurz dazu, wie es lief: Der erste Teil der Reise war wie gesagt organisiert (Wandern zu den Hill Tribes im Dschungel nördlich von Ciang Mai, Radfahren in den Nationalparks im Osten, Kajak auf dem Kwae vom Hellfire Pass bis nach Kachanaburi und natürlich Bangkok mit dem Rad).
    Dann endete die Tour, ich nahm Abschied von meinen neuen Freunden und startete das zweite Abenteuer allein. In Bangkok habe ich mir bei VeloThailand – wie von Dir empfohlen – ein Rad für eine Woche gemietet. Es war ein sehr gutes, leichtes Road-Bike. Der Preis 2.400 THB.
    Die erste Tour ging nach Nakhon Pathon. Von dort fuhr ich nach Sumit Songkhram.
    Der Plan war, immer in der Nähe der Süd-Eisenbahn zu bleiben, um so jederzeit umkehren zu können, wenn die Kraft irgendwann nachlässt.
    Die Hitze war zu dieser Zeit reiner Wahnsinn. Auf glühendheißen Highways, weit und breit keine Schatten, stundenlang unterwegs zu sein, ging manchmal an meine Grenzen.
    Über Phetchanaburi und Cha-am bin ich schließlich in Hua-hin angekommen. Dort habe ich zum ersten Mal in den drei Wochen etwas Pause gemacht und das warme Meer genossen.
    Dann nahm ich den (Bummel-)Zug zurück nach Bangkok.
    Es war sehr anstrengend aber interessant und schön. Besonders beeindruckt haben mich die Menschen, denen ich begegnet bin. Überall wurde man freundlich aufgenommen und bekam Hilfe, wenn man sie brauchte.
    Ich habe schon viele Radtouren gemacht aber das war die eindrucksvollste. Kann ich jedem, der gern Rad fährt und auch bei Sauna-Wetter nicht so schnell schlapp macht, nur empfehlen.
    Danke, Stefan, für Deine Hilfe.

    1. Hallo Frank,
      das hört sich gut an. Ich freue mich, dass du gute Erfahrungen gemacht hast – mal von der Hitze jetzt in der Hot Season abgesehen.
      Was meinst du, wirst du noch mal wieder kommen und auf Tour gehen?
      Viele Grüße
      Stefan

      1. Hallo Stefan, ehrlich gesagt würde ich am liebsten schon morgen zurück kommen. Geht natürlich nicht, da ich ja hier in D noch in ein ganz normales Berufsleben eingebunden bin.
        Außerdem ist die Welt groß und es gibt für mich, der ich erst sehr spät anfange etwas weitere Reisen zu unternehmen, noch viel zu entdecken.
        Aber jedes kommende Land wird es schwer haben, gegen Thailand anzukommen. Ich bin tatsächlich verliebt. Und dass ich wiederkomme steht fest!
        ;-)

  7. Da ist jemand mit dem Thailand-Virus infiziert :-)

    Ich war in vielen Ländern unterwegs. Aber Thailand lässt mich nicht mehr los seitdem ich das erste Mal in den 80ern hier war.

  8. Hallo Stefan,
    lese deine Seiten mit Begeisterung und finde die Videos Klasse…
    vorweg: Ich bin 65 Jahre alt und lebe seit ca. 12 Jahren in Thailand. Vor drei Jahren bin ich aus Phuket „gefluechtet“ und wohne jetzt in der Naehe des paradiesischen Strandes Thung Wua Laen bei Chumphon.
    Seit dieser Zeit habe ich auch wieder mein altes Hobby, das Radfahren aktiviert. Fahre taeglich durchschnittlich ca. 40 km (mal flach, mal huegelig).
    Deshalb: Mich wuerde es mal unheimlich reizen, die ca. 150 Kilometer-Strecke von Chiang Mai nach Pai zu fahren. Ich weiss, dass das eine sehr anspruchsvolle Strecke mit immensen Steigungen sein muss, aber nachdem ich vor einer Woche in viereinhalb Tagen vom Thung Wua Laen Beach via Ranong bis Rawai, nach Phuket gefahren bin (468 km), wuerde ich mir das schon zutrauen. Wie siehst du das als Insider dieser Gegend?
    Wuerde mich auf ein Feedback freuen

    1. Hallo Jack,

      das hört sich gut an. was ich bisher von der Gegend um Chumphon gesehen habe, hat mich begeistert. Ein paar Mal bin ich mit dem Rad druchgefahren.

      Die Strecke nach Pai steht noch auf meiner Wunschliste. Daher kann ich dir relativ wenig dazu sagen. Eines ist sicher, wenn du von Chumphon nach Phuket fährst, hast du eigentlich nur rüber nach Ranong ein paar Höhenmeter (600, wenn ich mich richtig erinnere). Das ist von Chiang Mai nach Pai mehr. Da musst du über einen 1400 meter hohen Pass (Start in Chiang Mai bei ca. 330 Hm). Anfangs kannst du am Ping-River entlang fahren und entgehst somit dem starken Verkehr. Später hast du dann mehr (aber das hattest du auch auf deiner Tour).

      Wichtig dürfte die Jaheszeit sein. Bis September ist Regenzeit. Das bedeutet mindestens einmal am Tag heftiger Regen und rutschige Straßen. Im Januar kann es recht kühl werden dort oben. Die Thais lieben das. Im März/April ist Burning Season. Brandrodung erzeugt einen Smog, der nicht gesund ist für Radler. Viele Expats flüchten dann aus Pai.
      Ideal ist meines Erachtens der November. Kaum Regen, klare Luft, nicht mehr so heiß, noch nicht so kalt.

      Sag mal Bescheid, wie du dich entschieden hast.
      Viel Spaß beim Radeln

  9. Hallo Stefan,
    weißt Du, ob es möglich ist, ein im Karton verpacktes Rennrad im Nachtzug zwischen Bangkok und Chiang Mai mitzunehmen? Oder ist dort kein Platz für solches Gepäck vorgesehen? Und falls es geht, muss man das vorher buchen, oder erst am Schalter angeben? :-)
    Ich wäre Dir für eine Antwort sehr dankbar!
    Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

    1. Hallo Vera,

      oh ja, gar kein Problem :-)

      Es gibt ein Cargo-Wagon ganz vorne am Zug. Du musst also im Bahnhof ganz am Zug entlang gehen fast bis zur Lok. Vorher musst du aber an einem Schalter ganz vorne am Zaun am Beginn der Gleise das Rad oder den Karton anmelden. Das ist ein kleines Holzhäuschen. Kosten: 90 Baht. Du bekommst einen Schein und holst dein Gepäckstück in Chiang Mai selbst am Waggon wieder ab.
      Am Schalter, wo du Tickets kaufen kannst, erhältst du auch Auskunft.

      Und wo geht’s dann hin mit dem Rad?

      Viel Spaß beim Radfahren in Thailand

  10. Hallo Stefan,
    Wir sind ab Mitte November 8 Wochen in Thailand unterwegs.
    Grobe Routenplanung: Bangkok, Ayutthaya, Sukhotai, eine Schleife durch schöne Landschaft und evtl Nationalparks.
    Dann nach Süden Inselhopping und Mal sehen.
    Ich hätte einige Fragen:
    – wie ist es generell in Thailand in untouristischen Gegenden, eine Unterkunft zu finden? Nicht alles steht in Buchungsportale. Ist es üblich, dass es in jedem größeren Ort was gibt oder eher nicht und wie finde ich das?
    – wir überlegen vom Flughafen direkt nach Ayutthaya zu fahren. Hast du eine Idee was ein Taxi kosten darf oder wie würdest du den Transport regeln?
    Wir waren bereits mit dem Rad in Thailand und haben auch durch Fragen schon saubere Zimmer gefunden, die man aber nicht im Vorbeifahren sieht. Gibt es auch üble Dreckszimmer in kleineren Orten oder sind die meist OK?
    Gerade für den Norden finde ich wenig Infos, ausser natürlich in den größeren Städten.
    Viele Grüße
    Claudia

    1. Hallo Claudia,

      schön! 8 Wochen im November und Dezember sind genial. Gerne beantworte ich dir deine Fragen. Nur bin ich grad sehr beschäftigt für BAAN DOI. Meine Antwort wird also erst in ein paar Tagen kommen.

      Viele Grüße aus Mae Sai
      Stefan

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