Glück im Unglück – meine Erfahrung mit meinem Unfall

Fersenbeinfraktur 14 Schrauben Unfallchirurgie Schlierbach

 Ich fiel. Nur 4 Meter. Aber leider kam ich ungeschickt auf. Während ich noch auf dem Rücken lag, überlegte ich, wie mein linker Fuß den Aufprall wohl verkraftet haben würde. Nicht gut, signalisierte er mir beim Versuch aufzustehen. x-ray footIn der Ambulanz im Krankenhaus Mae Sai wurde mir diese Einschätzung bestätigt. Das Röntgenbild sprach von einem gebrochenen Fersenbein, der Arzt von einer notwendigen Operation – und vom Glück, dass nichts Schlimmeres passiert sei.

Drei Tage später sollte mein Flug nach Deutschland gehen. Den hatte ich gebucht, wegen einem sehr wichtigen Termin. Klar wollte ich trotzdem fliegen. Aber wie alles organisieren, dass es auch mit Gips und Krücken möglich war? Da half mir meine Auslandskrankenversicherung von HanseMerkur. Vier Rückrufe durch ein Team von Spezialisten und Ärzten und ein paar Mails später hatte ich die Zusicherung, dass ein Rückflug mit Business Class angeraten sei und vor allem auch von der Versicherung bezahlt werden würde – inklusive Taxi vom Flughafen nach Hause. Da hatte ich wirklich Glück gehabt mit der richtigen Krankenversicherung.

Business Class Qatar Air
Qatar VIP Lounge im Flughafen Bangkok

Obwohl es schönere Gründe gibt Business Class zu fliegen, war das Erlebnis beeindruckend. Angefangen bei der VIP-Lounge über den exzellenten Service an Bord bis hin zum Bett im Flugzeug. Boah, was für ein Luxus, so viel Platz zu haben. In der Economy-Class fühle ich mich ja eigentlich wie eine Sardine in der Büchse. Da hatte ich Glück gehabt mit Qatar eine Airline gebucht zu haben, die einen außergewöhnlichen Service bietet.

Dass ich mit der orthopädischen Unfall-Chirurgie in Heidelberg-Schlierbach das richtige Krankenhaus ausgesucht hatte, war eigentlich vorher schon klar. Die Qualität der Behandlung dort kannte ich aus eigener Erfahrung und von vielen anderen Sportlern. Ich habe mich dort richtig gut aufgehoben gefühlt. 10 Tage verbrachte ich auf der Station und folgte dem Rat der Ärzte: „23 Stunden am Tag den Fuß hochlegen damit er abschwillt“. Die Geduld der Ärzte, mir alle meine Fragen zu beantworten, sowie die Freundlichkeit und positive Grundeinstellung des Personals haben mich echt beeindruckt – und halfen mir über die schwierige Anfangszeit kurz vor und nach der Operation hinweg. Glück gehabt mit der richtigen Wahl des Krankenhauses.

Wie kann man einen Krankenhausaufenthalt positiv sehen? Es ist alles eine Sache der Wahrnehmung. Für mich war es eine Art unbeabsichtigter Urlaubsaufenthalt mit gutem Service. Jeden Morgen gab es frische Brötchen und frische Bettwäsche. Wenn ich etwas brauchte, konnte ich klingeln und schon kam jemand, um mir meinen Wunsch zu erfüllen. Das Essen war okay, endlich mal wieder deutsches Essen. Da habe ich doch echt Glück, dass mein Blick in die Welt eher ein optimistischer, positiv gestimmter ist.

Nun habe ich eine mit ca. 14 Schrauben fixierte Konstruktion im Fersenbein, die dafür sorgt, dass es wieder in seiner alten Form zusammenwachsen kann. Eins ist sicher: Ich werde beim nächsten Security Check am Flughafen ordentlich piepsen.

Noch habe ich 2 Monaten mit Krücken vor mir und mein Deutschlandaufenthalt wird diesen Sommer länger als sonst. Manchmal fällt es mir schwer, die nötige Geduld aufzubringen. Meist aber ist mir mein großes Glück bewusst, aus einem Land zu kommen, in dem ich so gut und günstig versichert sein kann und wo die ärztliche Versorgung so gut ist. Thailänder wären nur mit viel Geld in der Lage, so gut behandelt zu werden. Mensch, was habe ich ein Glück.

Für eine gute Auslandskrankenversicherung kann jeder und jede Einzelne selber sorgen. Ich kann die HanseMerkur*empfehlen. Die kostet mich ungefähr 36,- Euro pro Monat. Die Anwartschaft bei der Krankenversicherung, mit der ich mich ab dem ersten Tag nach der Heimkehr krankenversichern konnte knapp 60,- Euro.

Viele Grüße aus der Kurpfalz

 

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