Eine Packliste fürs Radfahren in Thailand

Ortlieb-Taschen und Bikepacking auf der Radtour in Thailand

Du trägst dich mit dem Gedanken eine Reise mit dem Fahrrad in Thailand zu machen? Prima! Ich finde Thailand ist ein wunderbares Land für Fahrradtouren. Bei einer der Fragen, die du dir stellen wirst, geht es um die Packliste. Was musst du und willst du mitnehmen auf eine Tour?

In diesem Artikel mache ich ein paar Vorschläge, was du mitnehmen solltest. Ich werde dir auch zeigen, wo du unterschiedliche Packlisten findest; je nach Art der Radreise. Letztendlich wirst du dir aber deine ganz eigene Liste machen müssen, die für dich perfekt passt.

Eines gleich vorweg. Wenn deine Liste bei der ersten Fahrradtour in Thailand noch nicht perfekt ist, macht das gar nichts. Erstens kannst du auch in Thailand noch sehr viel einkaufen, um sie zu ergänzen. Und zweitens ist ja gerade das Entwickeln der eigenen Lösung sehr reizvoll. Ich werde dir also verschiedene Packlisten vorstellen und mit meinen Tipps ergänzen.

Okay, dann fangen wir mal an und stecken die Bandbreite fest.

Eine sehr allgemeine Checkliste für mehrtägige Radtouren findet man auf dem Blog zum Thema Fahrradfahren bei idealo.
Diese Liste ist eigentlich für eine Reise mit dem Rad in Deutschland gedacht, kann aber als Basis für deine ganz eigene Checkliste dienen. So ist die hier aufgeführte Zeckenzange in Thailand definitiv nicht nötig. Es gibt einfach keine Zecken. (Mal abgesehen davon, dass ich sowieso eine Zeckenkarte  zum Entfernen vorziehen würde.)

Das andere Extrem ist eine Liste von Heike Pirngruber alias Pushbikegirl, die seit 4 Jahren mit dem Rad unterwegs ist. Ein echter Profi also. Ihre Entdeckung für sich ist der Trend Bikepacking: minimalistisches Gepäck nahe am Rad verteilt, so dass man auch offroad gut fahren kann. Heikes Ausrüstungsliste

Meine Ergänzung zu Heikes Packliste ist ein Ersatz für das Schaltauge (zu bekommen bei www.schaltauge.com oder www.schaltaugen-shop.de).

Meine ganz persönlichen Vorschläge für Thailand:

Pfeife Tornado 2000. In Thailand sind wie in anderen südostasiatischen Ländern ein Problem. Sie nerven enorm, wenn sie mir als Radfahrer hinterherrennen und bellen wie verrückt. Mein Tipp dazu ist eine sehr laute Pfeife wie die Tornado 2000 dabei und bereit zu haben.

Sehr wichtig ist auch der Mückenschutz. Wenn du nach deiner Tour entspannt draußen sitzen willst in der Dämmerung (schon um 18 Uhr) und eventuell ein Bier zur Mineralienaufnahme trinkst, solltest du dich vor den kleinen Moskitos schützen. Die einzigen Mittel, die meiner Meinung nach ehrlich und überall funktionieren sind Nobite oder Anti Brumm. Vor allem Nobite ist aber auch sehr giftig (50% DEET) – dafür aber auch sehr wirkungsvoll. Wer es weniger Hautbelastend haben möchte, kann Citronella-Öl probieren, auf das ein Freund von mir schwört. Unterschiedlich sind die Aussagen zu den einheimischen Mittel, die man in allen kleinen Läden bekommt.

Außerhalb der touristischen Zentren reden deutlich weniger Thailänder Englisch. Und genau da wollen wir ja hin, wenn wir eine Fahrradtour machen. Ich empfehle den Thai-Crashkurs mit den 200 wichtigsten Sätzen auf Thai. Ideal auch, um leicht in Kontakt mit Einheimischen zu kommen.

Isodrink J-LyteIso-Pulver: Ich schwitze sehr viel. Daher habe ich auch immer Pulver zum Anrühren eines Iso-Drinks dabei. Zum Beispiel ist J-lyte eines der Pulver in Tüten, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Aber auch die anderen Marken sind okay.
Überhaupt bekommt man in Thailands Apotheken Alles, was es in Europa auch gibt, und noch viel mehr. Die Suche sollte über den Wirkstoff mit lateinischem Namen erfolgen. Das kann von den ausgebildeten Apothekern gelesen und verstanden. Alternativ kann man auf englischsprachigen Webseiten nach dem Namen für das Medikament suchen.

In der Apotheke hole ich mir auch immer eine Salbe zur Anregung der Durchblutung: Neotica. Eine Kampfersalbe ähnlich wie Jamong, der thailändischen Variante vom Tiger Balm. Ideal nach einer schweren Etappe.

Moskitonetz bzw. Hängematte mit Moskitonetz
Die wenigsten Radler werden im Freien übernachten, weil das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten einfach riesig ist, auch wenn es für Europäer nicht immer ganz einfach ist, sie zu erkennen. Daher ist auch die Mitnahme eines Moskitonetzes nicht notwendig. Falls du dennoch vorbereitet sein willst, schlage ich eine Hängematte mit eingebautem Moskitonetz vor (natürlich nur in der Wintersaison, weil dann kaum Regen fällt).

Im Land der Garküchen und 7/11, mit Bewohnern, von denen es heißt, dass sie entweder essen oder darüber nachdenken, was sie als nächstes essen, brauchst du natürlich keine Küchenausrüstung. Ich habe dennoch ein größeres Schweizermesser und einen Löffel dabei falls ich mal eine Ananas schälen oder ein Joghurt essen will.

Mein Spezialtipp: Wenn du ein Frisbee mitnimmst, hast du außer dem Spiel immer auch einen Teller dabei.

Eine SIM-Karte für Thailand ist fast unerlässlich wegen der Navigation und um Informationen unterwegs zu bekommen. Das ist auch gar nicht teuer. Mein Tipp: Kaufe dir eine Prepaid SIM-Karte von AIS für 50 Baht und lade sie mit einem Datenvolumen für mobiles Internet auf. Wie du 20 GB für nur 600,- Baht bekommst, beschreibe ich in diesem Artikel.

(Die meisten Links verweisen auf Globetrotter, von deren Qualität und Service ich überzeugt bin. Auch bei Amazon gibt es viele Ausrüstungsgegenstände. Wenn du über diese Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision als Belohnung für den Betrieb dieser Webseite.)

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