Bericht aus BAAN DOI – November 2014

Die Arbeit im Baan Doi Büro macht Spaß. Vor allem der Englischunterricht mit den Kleinen in den Ferien war toll. Ich habe es mit Spielen, Spaß und vielen, vielen Wiederholungen wirklich geschafft, dass alle viel weiter auf Englisch zählen können, als sie vorher dachten, und dass sie etwas über sich erzählen können „My name is … I am 9 years old. I like to eat Mugata. I don’t like Fatalaijon. …“ usw. „Old MacDonald had a farm“ als Zeichentrickfilm zum Mitsingen ist der Renner, weil die Tiere in Thailand, Amerika und Deutschland ganz unterschiedliche Töne von sich geben. Wer hätte gewusst, welche Tiere oink-oink, cluck-cluck und baa-baa machen?

Außerdem habe ich festgestellt, dass mir Baan-Doi-Artikel für Zeitungen schreiben viel Freude bereitet. In der Zeit meiner Selbständigkeit hatte ich gelernt attraktive Texte zu schreiben. Das kommt mir jetzt zugute und macht viel Spaß. Daraus ist dann auch die Idee zu diesem Blog entstanden.

Bei der Arbeit habe ich dann auch über HIV bei Kindern in Nordthailand, Staatenlosigkeit der Bergvölker und Menschenhandel recherchiert. Da kam mir dann manches Mal das kalte Grausen. Und da wusste ich dann wieder, warum ich hier bin. Um zu helfen und zu unterstützen. Damit ein paar Kinder ein besseres Leben haben, als viele vergleichbare, und dass ein paar Familien unterstützt werden bei ihrem Kampf gegen Stigma und um medizinische Versorgung. Das hätte ich bei meinem schönen Alltag nämlich fast vergessen.

Neulich ist mir bewusst geworden, wie glücklich ich mich schätzen kann. 2006, 2 Jahre nach dem Tsunami, hatte ich zum ersten Mal eine NGO in Thailand kennen gelernt. Das war eine Nichtregierungsorganisation, die sich damals um durch den Tsunami zu Waisen gewordene Kinder in Kao Lak gekümmert hat. Schon damals entstand der Wunsch bei so etwas auch mal mithelfen zu können. Und nun tu ich es. Dieses Glück, seine Wünsche erfüllt zu bekommen, hat nicht jeder.

Bald werden die Baan Doi Kinder aus den beengten Schlafräumen in die neuen Kinderhäuser einziehen. Dann ist auch Platz für weitere von HIV/AIDS betroffene Waisen. Denn der Bedarf ist groß. Für die Schlafzimmer müssen jetzt die Möbel angeschafft werden. Außerdem sind wir auf der Suche nach Sponsoren für 2 begabte und sympathische Studenten (männlich und weiblich) aus dem Familienförderprogramm (Waisen, die bei verantwortungsvollen Verwandten leben können, aber Unterstützung brauchen). Wer also jemanden kennt, der oder die gerne Baan Doi bzw. Bildung für Unterprivilegierte finanziell unterstützen möchte, soll sich melden. Ich sende gerne weitere Informationen.

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