Good bye Smog in Mae Sai

Smog in Mae Sai

Jaaaa, das ist doch wieder ein ganz anderes Lebensgefühl. Morgens aufwachen mit blauem Himmel und die Berge richtig sehen können. Das ist das Thailand, wie ich es liebe.

Hier in Mae Sai, ganz im Norden von Thailand, ist nach wochenlangem Nebelartigem Smog am letzten Wochenende endlich wieder die Sonne aufgegangen – im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Jahr war es extrem, aber dann regnete es ein paar Mal und ein stetiger Wind tat sein übriges, um den Feinstaub in höhere Luftschichten zu blasen und weiter zu verteilen. Zudem soll es in den nächsten Tagen weitere Sommerstürme und –gewitter geben, so dass dann endgültig Schluss sein sollte. Dann ist das Leben in Thailand auch wieder schön.

Was bleibt, ist ein Horror vor den nächsten Jahren. „So schlimm wie dieses Jahr war es schon lange nicht mehr“, lese und höre ich. El Ninjo, das weltweite Wetterphänomen bringt alle paar Jahre Extremwetter. So auch dieses Jahr. ABER, das heißt ja auch, dass dieser Zustand schon viele Jahre anhält!!! Diesem hausgemachten Wahnsinn – hausgemacht, weil der Smog durch Brandrodung und Felderabfackeln entsteht – wird kein Einhalt gegeben. Die Regierung hängt große Werbeplakate und Verbotsschilder auf, scheint aber nicht für durchgreifende Änderungen zu sorgen. Die englischsprachige Bangkok Post meint die Schuldigen in den Agrarindustrien und –verwertern zu finden. Maisanbau auf frische gerodetem Land wird propagiert. Also werden Wälder angezündet. Mehr Maisanbau führt zu mehr unbrauchbaren Resten auf den Feldern – weg damit, verbrennen, denn kompostieren ist hier in Thailand offensichtlich kein Thema.

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6 thoughts on “Good bye Smog in Mae Sai

  1. Ich möchte etwas zum Thema sagen,und zwar wie angeführt,warum nicht kompostiert wird:
    Wir hatten es versucht (auf Koh Yao Noi), da wir auch der Meinung sind daß Umweltschutz nicht immer nur Sache der Regierung ist,sondern beim Einzelnen anfangen sollte.Wir sammelten also alles was verrotten kann,speziell Eierschalen,Apfel- Ananas und andere Obstschalen und anderes aus der Küche und legten einen Komposthaufen an.Das Resultat war,daß wir in nur wenigen Wochen solch eine Rattenplage hatten,daß wir derer kaum noch Herr wurden.Und wer mal gesehen hat wie groß die Ratten in Thailand werden können – so groß wie deutsche Karnickel! – der kann sich vorstellen daß wir nicht begeistert davon waren.Also Kompost in eine Tonne – die fraßen sie dann einfach durch.2.Aktion:Kompost wieder wegmachen.Da sie nun nichts mehr zum fressen hatten,fraßen sie auch noch die Stromleitung an mehreren Stellen an,
    wir mußten danach 200 mtr Stromleitung kaufen,das war nicht billig und hatten jede Menge Ärger.(unser Strom kommt von einem Nachbarn da wir mitten im Wald leben)Soviel zum kompostieren in Thailand.Hubs

    1. Hallo Hubs,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Das kann ich mir gut vorstellen. Ich habe in den Großstädten schon Ratten gesehen, die so groß waren wie eine Katze.

      Ich probiere konpostieren grad aus. Allerdings kommen bei mir keine süßen Sachen auf den Kompost. Ausschließlich Pflanzen vom „Unkraut“ jähten und die Reste von meinem Salat, den ich anpflanze. Im Moment sieht es gut aus. Nächsten Monat werde ich mal drunter schauen, ob die Pflanzen tatsächlich in Erde verwandelt wurden.

      Viele Grüße
      Stefan

      1. Hallo Stefan,
        es gäbe noch die Möglichkeit eines dieser 200 ltr Benzinfässer zu nehmen,unten und oben etwa 10-12mm große Löcher reinbohren und mit einem Blechdeckel zu verschließen – dann kommen sie auch nicht ran.Ein weiterer Vorteil ist.daß diese Fässer schön warm werden und somit die Kompostierung schneller vor sich geht.Allerdings riechen sie es und sind dann trotzdem in der näheren Umgebung,da die Gerüche sie anziehen.So war es zumindest in Portugal und deshalb haben wir es in Thailand dann erst gar nicht ausprobiert.
        Hubs

    2. Wir wohnen in Pai / Mae Hong Son ja auf einem Stück Land mit einem großen Verfechter biologischen Anbaus. Er hat vor Jahren auch mal eine Initiative gestartet https://www.facebook.com/BreatheCampaign/?fref=ts
      Dabei wurden auch mehr als 4000 Unterschriften gesammelt und zur Regierung gebracht, aber hat leider nichts bewirkt.

      Aber zum Kompostieren: wir haben hier auf einem 5 Rai Grundstück 6 riesige Kompost „Würfel“ und überhaupt kein Rattenproblem. Und auf den Kompost wandern auch Eierschalen, Obst und was sonst noch anfällt, neben ganz viel Gartenabfall. Das Foto hier ist z.B. genau vor unserem Haus aufgenommen. Rechts unten erkennt man einen Kompost, keine 15m von unserem Haus.

      Wäre jetzt interessant zu verstehen, woran das liegt, wenn man damit einmal Ratten anlockt und in unserem Fall hier rein gar nicht. Ich kenn mich da aber einfach nicht wirklich aus, wovon das abhängt.

      1. @Chris
        Ja,das wäre wirklich mal interessant warum es einmal so,aber woanders gar nicht ist…
        Unsere Insel ist „Muslim-Island“,d.h. es gibt so gut wie keine Hunde,aber auch kaum Katzen,vielleicht liegt es ja auch daran?Oder aber,daß die Ratten einfach ne Menge andere Dinge zum Fressen finden…Hier in Portugal war es ja das selbe,wir gaben auf,da wir einfach zuviele Ratten ums/im Haus hatten.
        Stefan,wenn Du gute Kompost-Ergebnisse möchtest,solltest Du noch ein paar Würmer reinsetzen!
        Hubs

      2. Hallo Chris,

        ich hatte nicht gewusst, dass ihr einen festen Wohnsitz in Thailand habt. War eher davon ausgegangen, dass ihr unterwegs seid mit eurem Kind. Da habe ich euren Blog wohl nicht richtig gelesen ;-)

        Ich hoffe, dass solche Kampagnen, wie auch die von dir erwähnte auf Dauer Wirkung zeigen.

        Viele Grüße aus dem heißen Mae Sai
        Stefan

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