und Büchern


Bücher für den Urlaub in Thailand + Reiseführer + Sprachführer

Ein Traum! Richtig gut: Bücher aus Thailand. Am besten: Krimis, die in Thailand spielen. Ich lese sowohl eBooks als auch „echte“ gedruckte Bücher. Bei eBooks schätze ich das geringe Gewicht der mindestens 5 Bücher, die ich im Urlaub dabei haben will, bei gedruckten Büchern die Möglichkeit sie weiter zu geben oder auch gebraucht kaufen zu können.

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Sightseeing*
Rattawut Lapcharoensap - Sightseeing - Kurzgeschichten aus ThailandRattawut Lapcharoensap

Herrlich! Die Kurzgeschichten des thailändischen Autors mit dem unaussprechlichen Namen sind einfühlsam und kurzweilig. Sie geben Einblick in die Denkweise der Thais; in die thailändische Betrachtung der Welt. Dennoch sind die Geschichten leicht zu lesen. Ich habe das kleine Buch neulich zum dritten Mal gelesen innerhalb von 10 Jahren.

„Das Haus wurde still; wir wurden Pantominen, die ein Stück aufführten, das unser Leben war.“

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Private Dancer*
Stephen Leather
Ist es ein Krimi? Ist es ein Roman? Eine Liebesgeschichte? Ein Reiseführer für männliche Besucher der Rotlichtviertel in Thailand?

Es ist von dem allen ein bisschen. Dieses Buch gibt Einblick in die Abläufe der Bars im Nana-Plaza, einem der größten und bekanntesten Plätze mit „Unterhaltung für Erwachsene“ in Bangkok. Bei mir hat das Buch einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil es nicht nur spannend ist, sondern beim Lesen auch eine Bandbreite von Gefühlen erzeugt hat von Unverständnis bis hin zu Abscheu.

Private Dancer ist eine Liebesgeschichte – aber keine der romantischen Art. Eher eine Warnung an männliche Reisende, die sich leichtfertig in ein Bargirl verlieben können. Beschrieben wird, wie die einfühlende, reizvolle und süße Art, für die Prostituierte in Thailand bekannt sind, lediglich nüchterne, betriebswirtschaftliche Berechnung ist.

Dieses Buch allen männlichen Reisenden als Zwangslektüre schon bei der ersten Einreise nach Thailand in die Hand zu drücken, halte ich für übertrieben. Denn so könnte leicht der Eindruck entstehen, dass alle thailändischen Frauen so wie Joy sind.

Richtig gut finde ich das Buch dennoch, weil es verschiedene, sehr persönliche Perspektiven der Sex-Industrie in Thailand aufzeigt. Und als solches ist es hilfreich für Sex-Touristen.

Ich habe das Buch in Englisch gelesen und fand es gut geschrieben. Vor allem der Stil die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven von verschiedenen Erzählern zu lesen, hat mir viel Freude bereitet.

Es gibt eine Kindle-Ausgabe für günstige 5,33 Euro.

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 Der Tote trägt Hut*
Krimi von Colin Cotterill, dem Autor der „Dr. Siri und seine Toten“-Reihe

Das ist ein netter Krimi, süß irgendwie. Die ermittelnde Ex-Reporterin mit liebenswert-verrückter Familie erinnert an die Figur Agatha Christie. So gar nicht in das Bild einer Heldin passend löst sie mit Clevernes und Beharrlichkeit einen skurilen Fall. Passt richtig gut in den Urlaubskoffer.

Beginn der 3-teiligen Serie

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Ein Kopf macht noch keine Leiche*
2. Band der Jimm Juree Krimis von Colin Cotterill

Colin Cotterill - Ein Kopf macht noch keine LeicheAuch diese Geschichte ist wieder sehr amüsant. Einfach schön zu lesen und gespickt mit viel Hintergrundwissen zu Thailand und seinen Menschen. Das ideale Strandbuch für einen Thailandurlaub.

2. Band der 3-teiligen Serie

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Der Jadereiter*
Thriller von John Burdett

Einfach herrlich. Wie liebe ich diesen buddhistischen Polizisten in Bangkok. Er kennt die „Farangs“ (die weißen Ausländer) und ist dennoch durch und durch Thai.  Durch seine Vergleiche und Erklärungen lernt der Leser die thailändische Denkweise und Verständnis des Lebens kennen. Als Sohn einer Prostituierten im Rotlichtmilieu aufgewachsen gibt dieser Detective tiefe Einblicke in diesesGewerbe, für das Bangkok so berühmt ist.

So geht es z.B. im Kapitel 27 um die Bedeutung der verschiedenen Ausprägungen der Prostitution in Thailand und ein Absatz gefällt mir besonders gut:
„Die Farangs glauben, wenn ein Mädchen seinen Körper verkauft, hat es keine Würde und keine Grenzen. In Wahrheit ist oft das Gegenteil der Fall. … Manchmal verkauft eine Frau ihren Körper, weil das mehr Würde hat und sicherer ist, als mit einem gewalttätigen Trinker verheiratet zu sein, der sich ohne Kondom durch alle Betten schläft.“

Natürlich ist das auch mit Vorsicht zu genießen. Es handelt sich um einen Krimi, keine Dokumentation. So ganz sicher kann man sich nicht sein, ob das Alles wirklich so stimmt. Aber es macht dennoch „Mords“-Spaß das zu lesen.

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Wenn ich die Wahl treffen müsste, nur einen von diesen beiden Thriller zu empfehlen, wäre es dieser. Wieder werden die Charaktere sehr schön aufgebaut, die Handlung ist spannend mit überraschenden Wendungen und phasenweise ist der Humor einfach köstlich. Was es für mich so faszinierend macht, ist das Alles vor dem Hintergrund des Lebens und Glaubens des modernen Thailands stattfindet. Also eine fesselnde Geschichte, bei der ich ständig hinter den Vorhang des thailändischen Verständnis des Lebens schauen darf.

„…und ich rollte aus der Schusslinie. Das Handy zerbrach in tausend Stücke. Die beiden Koffer folgten mir auf den Boden und einige der Blöcke platzten auf, wodurch sich der Nettowert meines khakifarbenen Hemdes und der schwarzen Hose im Handumdrehen um etwa 50 000 Dollar erhöhte.“

Mich würde interessieren, wie diese Mischung aus Sex, Drugs, Humor und thailändische Lebensanschauung auf andere Menschen wirkt. Ist das eher verwirrend für jemanden, der nicht so mit der thailändischen Kultur vertraut ist? Ich freue mich auf Rückmeldungen.

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Reise nach Thailand – Geschichten fürs Handgepäck*
Geschichten aktueller thailändischer Autoren, Unionsverlag

Der Titel hört sich nach einfacher Kost und unterhaltsamer Geschichten für den Strand an. Sind die 12 Kurzgeschichten aber nicht. Stattdessen erwartet offene Leser ein Einblick in thailändische Mentalität und in eine uns doch eher fremde Glaubenswelt mit andersartigen Werten. Meines Erachtens kann man mit dem Lesen dieser kurzen Texte einen kurzen Blick hinter die Fassade des berühmten thailändischen Lächelns werfen. Und das ist auch meine Kritik an diesem Buch: der Blick ist wirklich kurz. Es bräuchte für den einen oder die andere doch ein bisschen mehr Beschreibung oder Erklärung, insbesondere, wenn noch keine Erfahrungen mit der thailändischen Kultur gesammelt wurden.

Wenn ich sagen müsste, welche Geschichte mir am besten gefallen hat, würde ich am ehesten „Die Bettler“ wählen. Die Einleitung ist interessant und die Art wie der Kontrast zwischen Arm und Reich dargestellt ist, gefällt mir gut.
Fast alle Geschichten haben traurige oder sogar erschütternde Aspekte. Armut, Gewalt und Ohnmacht sind Teil der Lebensperspektive vieler Thailänder. Wer Bücher mit Happy End braucht, sollte dieses nicht lesen.

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Almayers Wahn
von Joseph Conrad

Eigentlich passt dieses Buch nicht richtig in die Rubrik „Romane oder Krimis, die in Thailand spielen“. Aber ich habe Joseph Conrad für mich wieder entdeckt und der Roman spielt ja auch in den Tropen. Herrlich diese Sprache. Da brauche ich nur ganz kurz und schon tauche ich tief ein in den Dschungel am Fluss. Denn dieser Roman spielt in Almayers Handelsstation im tropischen Borneo des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Almayer, der einzige Weiße in diesem Landstrich, scheitert auf ganzer Linie, aber hält seine Illusion vom besseren Leben aufrecht. Dabei hält er sich bis zum Schluss für etwas Besseres in dieser von Malaien und Arabern geprägten Welt.

„Die kurze tropische Dämmerung war vorüber, noch ehe Nina den langen Seufzer der Erleichterung ausstoßen konnte; die plötzlich eingefallene Finsternis schien angefüllt von drohenden Stimmen, die sie aufforderten, sich blindlings ins Unbekannte zu stürzen, ihrem eigenen Verlangen treu zu bleiben und sich der Leidenschaft zu ergeben, welche sie geweckt hatte …“

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Nana Plaza*
von Christopher G. Moore

Moore hat eine ganze Serie von Krimis um den Detektiv Calvino geschrieben, von denen ein Teil in deutsch übersetzt wurde. Calvino schlägt sich in Bangkok mehr oder minder erfolgreich durch – manchmal auch im wahrsten Sinne des Wortes.

„Nana Plaza“ ist eines der großen Rotlichtviertel Bangkoks und gab dem sechsten Krimi aus der Calvino-Serie seinen deutschen Titel. Dementsprechend geht es in der Geschichte um Sextouristen, die über eine Internetplattform Erfahrungen und Informationen austauschen. Die dunkle Seite von Bangkoks Nachtleben …

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Bangkok Noir*
von Roger Willemsen

Okay, Fans dieses Autors werden das Buch gerne lesen, ich habe keinen Spaß dabei gehabt. Auch keine besonderen Erkenntnisse oder Einblicke. Um genau zu sein, ich habe dieses Buch zu Ende gelesen, weil ich mich dazu verpflichtet fühlte.

Eine Beschreibung von Franz Klotz hat mir dagegen viel Spaß bereitet: „Angeblich fast vier Monate lang glaubte Deutschlands Vorzeigeintellektueller vor Ort Quartier beziehen zu müssen, um ein authentisches Gespür für Mysterium, Magie und Flair von Bangkok entwickeln zu können. Herausgekommen ist dabei eine poetisch-manierierte Suada, die – wahrscheinlich ungewollt – unterschwellig die sattsam bekannten Klischees perpetuiert anstatt unvoreingenommen unbekannte Facetten zu beleuchten. Alles in allem haben sich die zahllosen Nächte, die sich unser bemühter Reporterdichter um die Ohren geschlagen haben will, um in seinem Selbstversuch in das fremdartige Treiben einzutauchen und in die Niederungen der menschlichen Existenz hinabzusteigen, nicht ausgezahlt. Dafür hätte auch der heimische Schreibtisch in Hamburg genügt.“

Eine gebundene Ausgabe mit zahlreichen Nachtfotographien von Ralf Tooten soll hingegen sehenswert sein. Leider kenne ich nur das tolle Coverbild.

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Nach und nach möchte ich hier weitere Bücher vorstellen. Wer kennt Bücher, die unbedingt in diese Liste gehören? Was ist deine Meinung zu der von mir vorgestellten Auswahl?

 

Reiseführer

Stefan Loose Travel Handbuch Thailand*

Kann ich wirklich empfehlen. Das orangene Buch war immer übersichtlich, informativ und ausreichend aktuell. Seit 1986 mache ich Reisen und Urlaub in Thailand. Voll bepackt mit Informationen war es für mich als Rucksackreisender immer hilfreich. Im Gegensatz zum Lonely Planet-Reiseführer führt „der Loose“ auch an Orte, die nicht von englisch-sprachigen Reisenden übervölkert sind, denn die Auflage des im Original englisch-sprachigen Lonely Planet ist erheblich größer. Zudem scheint der Loose auch besser recherchiert.

Stefan Loose Reiseführer Thailand – Der Süden*

Wer nur im Süden von Thailand unterwegs ist oder zusätzlich über die Grenze nach Malaysien schauen will, ist mit diesem ausführlichen Reiseführer bestens bedient. Der kleinere Ausschnitt sorgt für noch mehr Details.

 

KulturSchock Thailand*

Ein Buch, das mir sehr geholfen hat Thailand zu verstehen. Denn über eines muss man sich klar sein, wenn man in Thailand reist: Es ist zwar schon lange kein sogenanntes „Dritte-Welt-Land“ mehr, aber es ist ein Land mit einem anderen Wertesystem, anderer Kultur und ganz anderen Gebräuchen. Asien ist anders. Wenn man nicht dauernd ins Fettnäpfchen treten will, sondern stattdessen sich von dieser Andersartigkeit faszinieren lassen will, sollte man dieses Buch lesen.
Übrigens erzählten mir schon viele Urlauber und Reisende in Thailand, dass sie nach dieser Lektüre Einiges im Umgang mit den Menschen hier besser verstehen würden.

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Sprachführer

Thai-Crashkurs

Wer Thailändisch online lernen will, kommt daran nicht vorbei. Kein Buch, sondern ein Thai-Sprachkurs mit über 4 Stunden unterhaltsamer Videos mit praktischen Spickzetteln und jeder Menge Hintergrundinformationen zur thailändischen Kultur. Alles zum Herunterladen und Mitnehmen. Der ideale Thailändisch-Kurs für Reisende, die ohne Auswendiglernen die Sprache anwenden wollen. Zum Ausprobierens gibt eine kostenlose Variante. Mehr Infos unter www.thailaendisch-fuer-reisende.de

 

Kauderwelsch Thai – Wort für Wort Sprachführer*

Thai ist für die meisten Europäer keine leichte Sprache. Andererseits sind Thailänder begeistert, wenn man als Urlauber ihre Sprache benutzt. Dieses kleine Büchlein für die Hosentasche bietet viel Reisevokabular, viele gut erklärte Hinweise hilfreiche Standardformulierungen. Überzeugend und extrem nützlich finde ich die Wort-zu-Wort-Übersetzungen, die es ermöglichen die Struktur der Sprache zu verstehen. Außerdem wissen wir spätestens seit Vera F. Birkenbihl wie damit leichter Sprachen gelernt werden können.

Thai für Anfänger*

Wer ernsthaft buchunterstützt Thailändisch lernen will, ist mit diesem Sprachlernbuch von Benjawan Poomsan Becker gut beraten. Sehr viele Standardforumulierungen habe ich aus diesem Buch gelernt.  Als ich dann die ersten Sätze ausprobiert habe und auch tatsächlich verstanden wurde, war das ein riesiger Motivationsschub für mich weiter zu lernen. Hilfreich ist auch die Ausgabe mit CDs.

 

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